Die tänzerisch und gesanglich beeindruckenden Auftritte der 'Sally' meistert Thea Schnering mit beneidenswerter Leichtigkeit.
Viel Mayener Platt: "Rosa Pummel", die "Perle" im Lehrerhaushalt, wurde von Thea Schnering gespielt. Sie zeigte eine Leistung der Sonderklasse, denn sie brillierte mit "Äfe-la-Platt". Und das ist für einen sonst nur des Hochdeutschen mächtigen Schauspieler eine bemerkenswerte Leistung.
Die kapriziöse und doch lebensnahe 'Edith von Turkow' war Thea Schnering wie auf den Leib geschneidert.
Auf der Bühne stehen begeisterte Schauspieler und perfekte Musiker. Wenn Thea Schnering Tina Turners "What's Love got to do with it" intoniert und dazu gekonnt lasziv mit drei Äpfeln jongliert, ... tobt das Publikum.
Gesanglich stechen Michael Flöth und Thea Schnering hervor.
Es ist lebendig, einfallsreich und schillernd. Die Darsteller Thea Schnering und Volker Ranisch singen ganz vorzüglig die Schlager der 20er wie "Püppchen, du bist mein Augenstern". (Adolf Muschg)
Die anspruchsvolle Rolle der 'Edith Piaf' wurde von Thea Schnering, Schauspielerin und Musical-Sängerin vom Badischen Staatstheater Karlsruhe, intuitiv wiedergegeben. Beim Publikum sind u.a. die bekannten Chansons "Milord" oder "Je ne regrette rien" und "Sous le ciel de Paris" sehr gut angekommen, wobei es der Sängerin ausgezeichnet gelungen ist, die harten, bisweilen derb klingenden Passagen mit den weichen, poetischen Momenten auszugleichen, wie es die Piaf gehandhabt hat: "... mais, vous pleurez, Milord, ca je n'aurais jamais cru ...".
Ihre Mutter, die Herzogin von Friedland(Gastschauspielerin Thea Schnering), bringt in ihrer jammervollen Verzweiflung über die Folgen der zunehmenden Machtgier ihres Mannes Leben auf die Bühne. Unverstellt und eher schlichten Gemüts, kontrastiert sie die manipulativen Maskenträger um sich herum.
Thea Schnering gibt eine atemberaubende Vorstellung. Sie faucht, was das Zeug hält.
Im Mittelpunkt stand Thea Schnering als 'Eliza', die sich schon bald in die Herzen der Zuschauer sang und spielte. Ob sie als Blumenmädchen derben Schrittes auf- und abmaschierte und dabei berlinerte, ob sie als feine Lady noch recht unbeholfen wirkte - die von ihr verkörperte, noch kindlich wirkende Naivität Elizas nahm das Publikum für sie ein. Besonders beeindruckend die Beherrschung sämtlicher Stimmlagen. Vom schnarrenden, schnodderigen Berliner Jargon über trotziges Geheul bis hin zum klaren Sopran, überzeugte Thea Schnering ihr Publikum.
Thea Schnering als 'Blue' strahlt genau die richtige Mischung aus weibchenhafter Verführungskunst und fraulichem Selbstbewußtsein aus, um ihren Liebeswunsch gegen das Zögern des Mannes durchzusetzen. Zwischen spielerischer Annäherung und angstvoller Agression setzen beide den Rhythmus der Dialoge in bildhafte Bewegung um.
Maria Hubert (Thea Schnering) gospelt wie eine schwäbische Whoopi Goldberg.
Thea Schnering mit einer Mischung aus Selbstbewußtsein und Gefühlsstärke, die gelegentlich, ohne aber den Spaß zu beeinträchtigen, fast an eine ernsthafte Interpretation des Stoffes denken lässt.
Aber Thea Schnering, Schauspielerin ohne aufgesetzte Pose, stimmlich ausdrucksvoll, findet auch menschliche Töne für Krankheit und Tod der früh verstorbenen Eva Peron.